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US-Gerichtsentscheidung: Meta-Plattformen sind öffentliches Ärgernis

US-Gerichtsentscheidung: Meta-Plattformen sind öffentliches Ärgernis

Ein Gericht in New Mexico hat Meta am Donnerstag zu insgesamt 942 Millionen Dollar verurteilt. Der Richter stufte den Konzern als "öffentliches Ärgernis" ein. Er verglich die Meta-Plattformen mit Fabriken, deren Abgase die Luft für alle verschmutzen. Das ist ein spannender Vergleich!

Zusätzlich muss Meta seine Produkte umbauen. Dazu gehören strengere Alterskontrollen und ein Verbot romantischer oder sexualisierter Interaktionen zwischen Minderjährigen und seinen KI-Chatbots (sogenannte AI Companions).

Für Mark Zuckerberg wird das in den USA langsam gefährlich. Das ist schon das zweite große Urteil nach Los Angeles und es könnt eine Welle weiterer Klagen auslösen, so wie einst gegen die Tabakkonzerne.

In Europa muss er das nicht befürchten. Der Digital Services Act sieht Bußgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor, im Wiederholungsfall noch einmal so viel. Für Meta wären das rechnerisch über zwölf Milliarden Euro.

Das Verfahren zum Suchtdesign von Facebook und Instagram läuft seit Mai 2024. Bisher gibt es vorläufige Feststellungen der Kommission, mehr nicht. Die einzige DSA-Strafe, die bislang tatsächlich verhängt wurde, traf im Dezember X und lag bei 120 Millionen Euro.

Es sieht nicht danach aus, dass sich die EU-Kommission an die großen Summen herantraut. Was bleibt, sind symbolische Beträge. Bei Meta sind die längst eingepreist.