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Absurd, aber logisch: Demokratie-Preis für Peter Thiel

Absurd, aber logisch: Demokratie-Preis für Peter Thiel
Von Gage Skidmore CC BY-SA 2.0,

Absurd, aber logisch: In Berlin verleiht Mathias Döpfner heute Peter Thiel den Springer Preis und würdigt dessen Verdienste für Demokratie.

Das kommt natürlich extrem komisch rüber, wo Thiel seit vielen Jahren genau diese Demokratie in Frage stellt. Er war auch der erste Tech-Oligarch, der sich hinter Trump stellte. Aber mit Döpfners Weltbild dürfte das kompatibel sein. Dazu kommt: Döpfners Sohn war Assistent von Thiel und hat mit dessen Geld einen Investmentfond gegründet. Das ist also Familie. 

Thiel wiederum ist Mitgründer von Palantir und hat ein großes Interesse am deutschen Markt. Er freut sich sicherlich darüber, hier von Springer-Medien weitere Vertriebsunterstützung zu bekommen.

Döpfner und Thiel eint auch ein gemeinsames Interesse an der Stärkung der AfD. Es gibt das Buch „Careless People“ der früheren Facebook-Lobbyistin Sarah Wynn-Williams.

Dort beschreibt sie eine Szene aus dem Facebook-Aufsichtsrat, in dem Peter Thiel saß. Dieser argumentierte dort wohl dafür, in der europäischen Union rechtsradikale Parteien u.a.  algorithmisch zu unterstützen, um sich ein besseres Regulierungsklima zu verschaffen.

Wir müssen bis zum Beweis des Gegenteiles davon ausgehen, dass Meta genau das in seinen Produkten Instagram und Facebook macht! Springers mediale Unterstützung ist offensichtlich.

Was wenigstens lustig ist: Parallel hat Donald Trump in den USA das Springer-Medium Politico aus dem Weißen Haus verwiesen. Die Revolution frisst ihre Kinder.

Wenn Du mehr zu Peter Thiel wissen willst, empfehle ich Dir den Deutschlandfunk-Podcast „Die Peter Thiel Story“. Es gibt jetzt auch eine Staffel des „Wild Wild Web- Podcast“ zu Palantir.

Das ist ein Auszug aus dem Editorial des wöchentlichen Newsletter vom Zentrum für Digitalrechte und Demokratie. Wir verschicken den Newsletter jeden Donnerstag.