Ein Jahr gegen Big Tech. Mit deiner Hilfe mache ich weiter.
Ich beobachte seit bald 30 Jahren Jahren, was im Netz passiert, und in den letzten Jahren ist etwas gekippt. Eine Handvoll Milliardäre entscheidet längst nicht mehr nur darüber, welche Werbung wir sehen oder wessen Daten verkauft werden. Sie entscheiden, wer in der Öffentlichkeit Stimme hat. Welche Wahrheit gilt. Welche Regeln Demokratien sich noch leisten dürfen.
Und sie tun das nicht mehr im Stillen. Sie tun es offen, mit Ansage – und mit dem klaren Ziel, unsere Demokratien autoritär umzubauen.
Genau dagegen arbeiten ich. Und genau deshalb schreibe ich dir heute.
Im Mai 2025 habe ich das Zentrum für Digitalrechte und Demokratie gestartet. Eine Handvoll Stellen. Eine kleine Anschubfinanzierung. Eine ziemlich klare Mission: Die digitale Zukunft soll uns gehören – nicht den Männern, die im Silicon Valley und Mar-a-Lago entscheiden, wie unser Internet aussehen darf.
Ein Jahr Arbeit. Es fühlt sich an wie zehn:
- Hunderte Interviews. Von der Lokalzeitung bis zur Tagesschau. Wir saßen in Studios, in Podcasts, vor Mikrofonen, oft spätabends, manchmal noch im Hotelzimmer.
- Über eine Million Menschen mit unseren Videos erreicht. Menschen, die vorher nicht wussten, was DSA bedeutet, oder warum es ein Problem ist, dass X einem einzigen Mann gehört.
- Viele Gespräche mit Politiker:innen aus dem gesamten demokratischen Spektrum – von Landtagsabgeordneten über Bundestagsfraktionen bis zu Bundesminister:innen. Und wir haben gemerkt: Es bewegt sich was.
- Eine Überraschung gab es auch noch für uns: Das Bundesverfassungsgericht hat uns gebeten, eine Stellungnahme zur Plattformregulierung zu schreiben. Als kleine NGO, die noch keine zwölf Monate alt ist.
- Erst gestern haben wir die Big Tech - Lobbylandkarte gelauncht.
Wir sind nicht da, wo wir hin wollen. Wir sind nicht groß. Aber wir haben in einem Jahr bewiesen: Eine kleine Stimme kann den politischen Diskurs prägen – wenn sie sich auskennt, hart arbeitet und gut erklärt.
[Jetzt spenden – für eine starke Stimme gegen Big Tech]
Warum ich dir gerade jetzt schreibe,
Weil das, was wir aufgebaut haben, fragil ist. Bislang trägt uns eine kleine Anschubfinanzierung. Sie reicht, um zu improvisieren. Sie reicht noch nicht, um zu wachsen. Und sie reicht nicht, um gegen einen Gegner zu bestehen, der pro Tag mehr in Lobbyarbeit steckt, als wir im Jahr ausgeben.
Du arbeitest selbst mit den Plattformen und Tools, über die wir reden. Du siehst, wie sich Abhängigkeiten in deinem Berufsalltag einschleichen. Du merkst, wie Entscheidungen, die mal in Brüssel oder Berlin getroffen wurden, plötzlich aus den USA kommen.
Vielleicht denkst du dir manchmal: Es müsste eigentlich jemand was dagegen unternehmen.
Wir unternehmen was. Aber wir können das nur, wenn du uns hilfst.
Was deine Spende konkret möglich macht – wenn wir es bis zum 31. Mai schaffen:
Mit 50.000 Euro verschaffen wir uns den Atem, den wir gerade nicht haben. Puffer für die Momente, in denen ein Skandal aufschlägt und alle nach Einordnung rufen.
Wenn wir 100.000 Euro erreichen, machen wir etwas, das gerade niemand systematisch macht: Wir bringen Licht ins Big-Tech-Lobbying in Berlin. Welche Agenturen? Welche Kanzleien? Welche Ex-Politiker:innen sitzen heute auf welchen Gehaltslisten? Diese Recherche fehlt. Wir wollen sie liefern.
Sollten wir mit Deiner Unterstützung 150.000 Euro schaffen, stellen wir endlich jemanden für Community-Management ein. Wir bekommen täglich Mails von Menschen, die mitmachen wollen. Aktuell schaffen wir es kaum, ihnen allen zu antworten. Mit dieser Stelle werden wir zu einer Bewegung.
Was du jetzt konkret tun kannst
Spende. Einmalig. Oder, noch besser, monatlich.
Schon 5 Euro im Monat schaffen für uns mehr Planbarkeit. Big Tech weiß auf den Cent genau, was sie nächsten Monat ausgeben können. Wir wissen das nicht. Eine Dauerspende ändert das. Unsere Geburtstagskampagne läuft noch bis zum 31. Mai.
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Wenn du nicht spenden willst oder kannst: Leite diese Mail weiter. An eine Person, von der du weißt, dass ihr das hier wichtig ist. An drei. An deinen Newsletter, deinen Slack, deine Bubble. Reichweite ist die zweitwichtigste Währung nach Geld. Auch wenn du keinen großen Account hast – ein paar gute Empfehlungen reichen oft weiter als tausend Likes.
Die digitale Welt ist nicht in Stein gemeißelt. Sie wird gerade neu geschrieben. Die Frage ist nur, von wem.
Lass uns das gemeinsam in die Hand nehmen.
Danke.
Markus Beckedahl
P.S.: Falls du dich fragst, ob deine Spende wirklich einen Unterschied macht – stell dir vor, was wir mit doppelt so vielen Stellen erreichen würden. Wir haben das letzte Jahr genutzt, um zu beweisen, dass es funktioniert. Jetzt liegt es an dir, ob wir das nächste Jahr nutzen können, um zu wachsen.
P.P.S.: Deine Spende ist steuerlich absetzbar. Wir sind gemeinnützig.