Einige internationale Highlights der re:publica 26
Mehr als 1.000 Sprecher:innen, 25 Bühnen, drei Tage – und doch gibt es ein paar Stimmen, auf die ich mich auf der re:publica 26 ganz besonders freue.
Am 18.5. geht es los. Ein Teil unseres Programms entsteht über den Call for Participation. Daneben gibt es Personen, die wir gezielt einladen und über die wir uns besonders freuen – weil sie für Themen stehen, die uns wichtig sind.
Die Eröffnungs-Keynote hält Karen Hao. Ihr Buch „Empire of AI" ist eines der wichtigsten des Jahres: Es beschreibt den Aufstieg von OpenAI und generativer KI in all seinen Facetten – und lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie sich Machtverhältnisse verschieben und was das für uns bedeutet.
🗓 18.05.2026, 11:15–12:15, Stage 1
🔗 Opening Keynote: How Silicon Valley is Reshaping the World – via AI
Besonders freue ich mich auf die britische Journalistin Carole Cadwalladr. Sie hat vor Jahren die Cambridge-Analytica-Recherchen gemacht und ist seitdem eine der lautesten Stimmen gegen Big Tech. Sie steht dazu, als Journalistin auch Aktivistin zu sein, wenn es um den Schutz der Demokratie geht. Aktuell baut sie in London das unabhängige Recherche-Medium The Nerve auf.
🗓 19.05.2026, 12:30–13:30, Stage 1
🔗 How to never give up: Investigating (and surviving) techno-authoritarianism. A conversation with Carole Cadwalladr
Cory Doctorow gehört fast schon zum Inventar der re:publica. Der kanadische Science-Fiction-Autor veröffentlicht regelmäßig neue Bücher über die nahe Zukunft und engagiert sich als Aktivist für ein offenes Netz. Der von ihm geprägte Begriff „Enshittification" beschreibt den Zustand der Plattform-Welt ziemlich treffend.
🗓 18.05.2026, 15:00–16:00, Stage 1
🔗 On Enshittification – and what can be done about it.
Die US-Journalistin Taylor Lorenz hat mit „Extremely Online" eines der Standardwerke über die Geschichte der Influencer-Kultur geschrieben. Inzwischen ist sie selbst Newsfluencerin und verbindet als One-Woman-Unternehmen Tech-Berichterstattung mit digitalpolitischer Einordnung – auf Plattformen, deren Mechanismen sie genau kennt und scharf kritisiert. Bei uns spricht sie u.a. darüber, was eine Klarnamenspflicht für die Netzkultur bedeuten würde.
🗓 18.05.2026, 16:15–17:15, Stage 1
🔗 The future of anonymity online
Der irische Aktivist Johnny Ryan ist einer der schärfsten Kritiker der AdTech-Industrie und ihres Geschäftsmodells, uns möglichst intransparent zu überwachen – nur um damit Geld zu verdienen. Mit seiner Organisation Enforce verklagt er Big Tech dort, wo es leider oft die einzige Handhabe gibt: in Irland, wo die meisten Konzerne ihren EU-Sitz haben.
🗓 20.05.2026, 13:45–14:15, Stage 3
🔗 How we avoid dystopia
Die US-Psychiaterin und Autorin Anna Lembke erforscht, wie Dopamin wirkt – und wie diese Mechanismen genutzt werden, um uns zu Handlungen zu bewegen, die wir selbst kaum noch nachvollziehen. Die Folgen erleben wir täglich online: Plattformen werden immer gezielter darauf optimiert, unseren Dopamin-Haushalt zu bespielen. Wie funktioniert das – und wie kommen wir da wieder raus?
🗓 19.05.2026, 11:15–12:15, Stage 1
🔗 Dopamine Nation: Finding Balance in the Age of Indulgence
Urvashi Aneja erforscht KI-Entwicklung aus einer Perspektive des Globalen Südens. Ihr indischer Think Tank Digital Futures Lab liefert wichtige Impulse dafür, wie eine westlich geprägte Tech-Welt inklusiver und gerechter gestaltet werden könnte.
🗓 20.05.2026, 15:30–16:00, Stage 2
🔗 It's Happening to Us, Not With Us: AI, the Global South and the Fight for Social Justice
Die Ökonomin Francesca Bria stellt ihre Forschung zum Authoritarian Stack vor. Sie zeigt, wie Tech-Oligarchen wie Peter Thiel darauf abzielen, gesellschaftliche und staatliche Bereiche mit ihren Infrastrukturen zu privatisieren – und damit unsere Demokratie gefährden.
🗓 19.05.2026, 14:15–14:45, Stage 1
🔗 The Authoritarian Stack – implications for Germany and Europe
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