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Meta beerdigt Cambridge Analytica-Verantwortung

Meta beerdigt Cambridge Analytica-Verantwortung
Super Woche für Mark Zuckerberg

Doppelter Gewinn für Meta: Im Kleingedruckten des 17 Milliarden $ - Vergleiches wurde auch die Aufarbeitung des Cambridge Analytica-Skandals beerdigt.

Für rund 459 Millionen Dollar beendet Meta in dem Vergleich, wo es um mangelnden Jugendschutz ging, gleich noch die Ansprüche der US-Bundesstaaten aus dem Cambridge-Analytica-Skandal mit.

Kurz zur Erinnerung. 2018 wurde bekannt, dass die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzenden ohne wirksame Einwilligung bei der Firma Cambridge Analytica landeten und für politisches Targeting genutzt wurden, unter anderem rund um den US-Wahlkampf 2016 und dem Brexit. Facebook hatte davon früh gewusst und lange geschwiegen. Das Unternehmen hat das alles ermöglicht und Geld damit verdient.

Der Fall beschäftigt US-Gerichte bis heute. Mehrere Bundesstaaten klagten, der Generalstaatsanwalt von Washington, D.C., wollte sogar Mark Zuckerberg persönlich zur Verantwortung ziehen.

Genau dieser Strang wäre in den nächsten Wochen weitergegangen. Für September stand eine wichtige Anhörung an. Danach sollten weitere Vernehmungen folgen und interne Dokumente herausgegeben werden. Gerade solche Beweisaufnahmen haben in diesem Fall über Jahre zutage gefördert, was zum Zeitpunkt des Skandals niemand kannte.

Mit dem Vergleich endet das auch. Die Staaten verzichten umfassend auf alle Ansprüche rund um Cambridge Analytica. Auch auf solche, die auf Tatsachen beruhen, die heute noch niemand kennt.

So sieht es aus, wenn Meta gewinnt. Der Konzern zahlt eine für seine Verhältnisse überschaubare Summe und kauft dafür etwas, das mit Geld sonst schwer zu haben ist. Das Ende der Aufklärung, kurz bevor sie ihn hätte einholen können.